
Hundeosteopathie für Welpen/Würfe
Wieso Welpen?
Eine Fortbildung hat mir verdeutlicht, wie entscheidend es ist, bereits im jungen Alter Dysfunktionen zu erkennen und zu behandeln. Besonders der erste Halswirbel (Atlas) kann bei der Geburt oder durch unglückliche Bewegungen verschoben werden. Ein verschobener Atlas kann das Verhalten und Wohlbefinden des Welpen deutlich beeinflussen: Ein bisher ruhiger Welpe kann nach der Korrektur lebhafter werden, während ein sehr aktiver Welpe nach der Behandlung ausgeglichener wirkt.
Auch andere Blockaden können sich während der Geburt oder im Wachstum entwickeln. Bei Rüden mit Hodenhochstand kann eine osteopathische Behandlung unterstützend wirken, um den Abstieg des Hodens zu fördern. Ebenso können Hündinnen nach der Geburt unter Blockaden im Becken- oder Kreuzbeinbereich leiden. Diese Fehlstellungen führen häufig zu Verspannungen oder einer eingeschränkten Beweglichkeit, die osteopathisch gelöst werden können.
Darüber hinaus kann bei Welpen, die sich beim Trinken verschluckt haben oder zu viel Milch eingeatmet haben, eine sanfte Atemtherapie hilfreich sein. Ziel ist es, die Atmung zu erleichtern, die Lungenfunktion zu unterstützen und eventuelle Spannungen im Brustkorb zu lösen.
Da Welpen sehr empfindlich und körperlich noch nicht vollständig entwickelt sind, ist es wichtig, dass osteopathische Behandlungen nur von Fachkräften mit Erfahrung im Umgang mit jungen Hunden durchgeführt werden. Ein falscher Griff kann mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
Als VDH-Papillon-Züchterin verfüge ich über umfangreiche Erfahrung im Umgang mit kleinen Rassen und jungen Hunden und durfte bereits zahlreiche Welpen osteopathisch untersuchen und begleiten